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Beratung und Qualifizierung für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind
Seit nunmehr sechs Jahren ist die Caritas Agentur für Beschäftigung und Qualifizierung (CABQ) in Haltern am See und in weiteren
Städten im Kreis Recklinghausen aktiv. Mit ihren Angeboten und Projekten zur Beratung und Qualifizierung von Menschen, die
einen Zugang zum Arbeitsmarkt suchen, rundet sie als Gesellschaft des Caritasverbandes Haltern am See dessen Angebote für
arbeitslose Menschen ab. Wesentliche Schwerpunkte der Arbeit sind neben einem präventivem Schulprojekt die Bereitstellung
von Arbeitsgelegenheiten in Verbindung mit der Qualifizierung von langzeitarbeitslosen Menschen sowie die Unterstützung von
Flüchtlingen bei der Integration in den Arbeitsmarkt.
Arbeitsgelegenheiten: stabilisieren und qualifizieren Langzeitarbeitslose
Die Bereitstellung von Arbeitsgelegenheiten ist weiterhin ein wichtiges Aufgabenfeld der CABQ. In den Städten Waltrop, Oer-Erkenschwick,
Recklinghausen und selbstverständlich in Haltern am See kooperieren wir eng mit zahlreichen katholischen, karitativen und
anderen sozialen Einrichtungen und Diensten und begleiten langzeitarbeitslose Menschen, die in diesen Betrieben als Zusatzjobber
tätig sind. Wir begleiten sie persönlich und professionell, bieten Ihnen Unterstützung bei der Klärung Ihrer Fragen und Ziele,
moderieren auftretende Konflikte in den Beschäftigungsstellen und entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine passgenaue Qualifizierung.
"Diese sozialpädagogisch orientierte Integrationsbegleitung baut auf den Stärken und Fähigkeiten der Zusatzjobber auf und
begleitet sie in ihrem persönlichen und beruflichen Orientierungs- und Veränderungsprozess, der häufig zu einer zufriedeneren
persönlichen Lebenssituation und öfters auch zu einer direkten Integration in den ersten Arbeitsmarkt führt" betont die Geschäftsfeldleiterin
Karin Kisro, die selber auch Zusatzjobber begleitet. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen sinkt die Anzahl der Arbeitsgelegenheiten
beständig. Ende 2011 begleiteten wir noch insgesamt 30 Teilnehmer.
Vom JobNet-Bleiberecht zum ELNet Projekt: Flüchtlingen den Weg in den Arbeitsmarkt erleichtern
Bereits seit 2008 ist die CABQ aktiver Bestandteil eines Netzwerkes von Bildungsträgern, Wohlfahrtsverbänden und der Kirchen,
die Bleibeberechtigte und Flüchtlinge darin unterstützen, einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden. Nach dem erfolgreichen
Abschluss des "JobNet Bleiberechts" Projektes im Herbst 2010 konnten die Netzwerkteilnehmer das federführende Bundesministerium
für Arbeit und Soziales im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens erneut von der Qualität der Arbeit überzeugen und erhielt eine
Förderzusage für ein neues Projekt, nun sogar um die Städte Bottrop und Gelsenkirchen erweitert. Die Zielsetzung ist jedoch
auch unter dem neuen Namen "Emscher-Lippe Netzwerk" ELNet unverändert: Flüchtlinge und Bleibeberechtigte ganzheitlich darin
zu unterstützen, fit für den Arbeitsmarkt zu werden. Aus Haltern am See konnten bisher 34 mit insgesamt 76 Familien-angehörigen
von der Projektteilnahme profitieren.
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Grundsätzlich können an dem Projekt alle Flüchtlinge teilnehmen, die - keinen deutschen oder EU- Pass haben, - im Besitz einer befristeten Aufenthaltserlaubnis sind, - eine Arbeitserlaubnis besitzen oder - länger als 12 Monate in Deutschland leben und - eine Qualifizierung, Ausbildung oder Arbeit suchen.
Das Projekt arbeitet in mehreren Teilprojekten. Diese werden durchgeführt von drei Grundsicherungsträgern und sechs verschiedenen
Bildungs- und Qualifizierungs-trägern, die durch die langjährige Arbeit mit der Zielgruppe zahlreiche Kompetenzen erworben
haben.
Projektpartner sind RE/init, Bildungszentrum des Handels, Caritasverband für die Stadt Bottrop, Ruhr/init, Ev. Kirchenkreis
Gelsenkirchen und Wattenscheid, Jobcenter Kreis Recklinghausen, Arbeit für Bottrop AfB, das Referat für Soziales der Stadt
Gelsenkirchen und die CABQ.
Das Projekt unterstützt auf dem Weg zu einer auf Dauer angelegten Erwerbstätigkeit und - vermittelt Arbeitstellen, Jobs und Praktika, - unterstützt bei der Erstellung von Bewerbungen, - hilft bei der Anerkennung / beim Nachholen von Schulabschlüssen, - sucht und koordiniert passende Weiterbildungen, - informiert über die Anforderungen von Arbeitgebern, - testet und verbessert die Kenntnisse der deutschen Sprache, - informiert und berät in allen Fragen, die mit dem Aufenthalt und der Sicherung des Lebensunterhaltes zusammenhängen, - hilft geeignete Bewerber für Unternehmen zu finden.
Das Projekt hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2013.
Bemerkenswert an diesem Projekt ist, dass die lokalen Grundsicherungsträger (Jobcenter) aktive Partner sind und dadurch eine
noch effektivere Vermittlung in Qualifikationsmaßnahmen oder Erwerbstätigkeit möglich ist.
Zahleiche Teilnehmer des vorherigen Projektes nehmen auch an dem neuen Projekt teil und erhalten aktive Unterstützung auf
dem Weg zur Integration in den Arbeitsmarkt und damit unserer Gesellschaft.
In Haltern wird eine enge Kooperation mit dem Migrationsdienst des Caritasverbandes gepflegt. Zahlreiche Integrationserfolge
in den Arbeitsmarkt sind bereits jetzt festzustellen. In diesen Fällen erleichtert die berufliche Integration auch die gesellschaftliche
Integration der Flüchtlinge. Nicht zuletzt macht sich dies auch wirtschaftlich bemerkbar: jeder berufstätige Migrant löst
sich aus der finanziellen Abhängigkeit von staatlichen Leistungen und trägt somit zur Kostensenkung im öffentlichen Bereich
bei.
Shift Projekt an der Joseph-Hennewig-Hauptschule in Haltern am See
Mit Unterstützung der "Bürgerstiftung Haltern", der "AG 78" sowie des Caritasverbandes für die Diözese Münster konnten wir
im Schuljahr 2009/2010 einen weiteren Durchlauf eines berufsvorbereitenden und motivationssteigernden Projektes an der Joseph-Hennewig-Schule
durchführen. An dem Projekt beteiligten sich insgesamt 12 Schülerinnen und Schüler die gemeinsam mit dem Schulsozialarbeiter
für diese Projekt vorgeschlagen wurden. Zielsetzung war es, die Teilnehmer der Maßnahme darin zu coachen, erfolgreich ein
freiwilliges Praktikum in einem ausgewählten Betrieb zu absolvieren. Die Auswahl der Betriebe erfolgte in Absprache mit den
Jugendlichen. Für viele Jugendliche stellte es eine besondere Herausforderung dar, sich über einen längeren Zeitraum für eine
Sache zu begeistern und ein entsprechendes Durchhaltevermögen zu entwickeln. Mit Unterstützung einer Sozialpädagogin gelang
es jedoch 10 der 12 Schülerinnen und Schülern, das gesteckte Ziel zu erreichen. Sie entwickelten Zutrauen in ihre Fähigkeiten
und lernten, auch schwierigere Situationen in den Betrieben zu bewältigen.
Ansprechpartner/-innen der Caritas Agentur für Beschäftigung und Qualifizierung, CABQ
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